Nochmal ein paar warme Tage, nochmal die Sonne genießen, bevor sich die kühle Jahreszeit allmählich Bahn bricht – das ist zumindest unser Plan. Grillen steht daher wenig überraschend auf der Tagesordnung, wenn man viel Zeit im Garten und generell im Freien verbringen will. Nun befinden wir uns in Zeiten des Klimanotstands. Das schöne beim Grillen ist aber: Wenn man nur ein paar Dinge beachtet, ist es nicht nur eine Freude für den Gaumen, sondern auch wesentlich unschädlicher für die Umwelt. Viele Seiten geben mittlerweile Tipps, wie man nachhaltig Grillen kann.

Grillkohle aus
heimischer Forstwirtschaft

Einer davon: Grillkohle nehmen, die nicht aus Tropenholz hergestellt wird, sondern aus der heimischen Holzwirtschaft, die wieder aufforstet. Den richtigen Anbieter zu finden ist dabei gar nicht so einfach. Was aber helfen kann, sind Prüfsiegel. Bei Utopia empfiehlt man, auf Folgende zu achten:

– FSC: empfehlen die Organisationen NABU und BUND
– PEFC: empfiehlt das Landwirtschaftsministerium, NABU und BUND aber nicht
– Naturland:  empfiehlt BUND

Von Experten empfohlen oder nicht empfohlen verrät bereits: Einigkeit herrscht bei den Prüfsiegeln leider nicht. Denn das entscheidende Problem ist, dass die Anbieter nicht verpflichtet sind, die Herkunft des Holzes bei der Produktion der Grillkohle zu kennzeichnen. Das hat Auswirkungen, wie eine Analyse von Stiftung Warentest zeigt, die in der Juni-Ausgabe ein Test von 17 Grillholzkohlen veröffentlichte. Das Resultat: Ein Anbieter überzeugte. Aber in fünf Säcken fanden sich bei der Untersuchung Tropenholz – bei einem sogar trotz FSC-Siegel, das eigentlich gewährleisten soll, dass die Kohle nachhaltig produziert wurde und aus heimischen Wäldern stammt. Problematisch ist aber auch die Holzverwertung aus europäischen Regionen, wenn sie nicht nachhaltig, sondern per Raubbau erfolgt.

Was bleibt also davon? Einen genaueren Blick auf die Verpackung werfen. Schauen, ob die Prüfsiegel vorhanden sind und die Herkunft genannt wird. Und ein Blick auf Grillholzkohle-Tests kann einem die Auswahl auch erleichtern.

Einweg-Geschirr und
Einmal-Grills sein lassen

Auch abseits der Holzkohle gibt es noch einige Dinge, die man beachten kann. Dazu zählt etwa der Verzicht auf Einweg- und Plastikgeschirr, das direkt wieder im Mülleimer landen (in Marburg ohnehin nicht gestattet). Bei den Grillgütern kann ebenfalls auf Nachhaltigkeit achten, indem man etwa Bio-Lebensmittel oder Produkte aus der Region nimmt – oder Fleisch einfach mal durch Gemüse ersetzt. Den Grill bitte unbedingt mit Abstand zum Gras verwenden, sonst verbrennt es. Und niemand mag kaputte Wiesen. Viele Kleinigkeiten sind es, die keinen großen Aufwand bereiten und einem den Spaß nicht vermiesen, aber trotzdem einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Passende Zutaten – insbesondere leckere Vor- und Nachspeisen – zum hochsommerlichen Grillabend finden sich wie gehabt auch auf dem Oberstadtmarkt. Vorbeischauen lohnt.

Anwesende
Markthändler*innen sind am Wochenende:

• Almburschen mit österreichischen Spezialitäten rund um Schinken und Bergkäse
• Hadara mit einem Falafel und orientalischen Spezialitäten
• La Cuisine Pauline mit frischen Waffeln und Blumen
• Sürgün Feinkost mit mediterranen Spezialitäten, Gemüse und Trockenobst
• Ursprung-Ackerakrobat mit Landwirtschafts- und Holzerzeugnissen
• Weinlädele mit Wein & Co.
• Weltladen mit Kaffee, Tee und Schoko, fairgehandelt
• Woschtkammer mit Schwälmer Wurst und selbstgemachter Bratwurst

In das Marktgeschehen integriert sind auch die ansässigen Restaurants Market und Ratsschänke. Neben der normalen Karte bieten sie spezielle regionale Marktgerichte an.

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