Keine Sommerpause: Mit Ereignissen wie dem Hitzerekord im Juli sowie den Feuern in der Antarktis bestimmte die Klimakrise trotz Urlaubssaison weiterhin die Schlagzeilen. Politisch wird um Antworten gerungen, von CO2-Steuer bis zu erhöhten Mehrwertsteuern für Fleischprodukte ist einiges im Gespräch. Und in Marburg selbst war es der Klimanotstand-Beschluss, der Ende Juni für Aufsehen sorgte.

Über allem schwebt aber nach wie vor die Frage: Wie kann man es erreichen, dass die CO2-Emissionen etwa in einer Stadt wie Marburg bis 2030 auf Nettonull sinken? Möglichkeiten gibt es viele. Und jeder kann etwas machen. Man muss nur wissen wie. Das schöne in Marburg und im Umland ist, dass es bereits eine Vielzahl von Initiativen gibt, die das Leben ideenreich nachhaltiger gestalten – durch „einfach selber machen“ und indem sie andere dabei unterstützen, es ihnen nachzutun.

Fünf dieser Initiativen haben ihr Engagement in den letzten zwei Jahren dank einer Förderung durch das Bundesprogramm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ stark ausgebaut. Wir freuen uns daher, dass sie sich am 17. August von 10 bis 17 Uhr gemeinsam auf dem Oberstadtmarkt vorstellen. Informatives erfährt man aus dem Bereichen Landwirtschaft, Ernährung und Mobilität. Praktische Tipps für den Alltag gibt es ebenfalls. Mit dabei sind:

Allmende Holzhausen e.V. – die Selbstversorger*innen

Viele Marktbesucher*innen kennen schon den Verein Allmende Holzhausen e.V., der einmal im Monat mit den Ernteüberschüssen einer Selbstversorger-Familie auf dem Marburger Oberstadtmarkt vertreten ist. Die Allmende hat es sich zum Ziel gemacht, regionale Stoffkreisläufe und enkeltaugliche Lebensstile zu erforschen. Dazu gehört die lokale Erzeugung, Weiterverarbeitung und das Haltbarmachen von Lebensmitteln – und die Weitergabe von Wissen über die Zusammenhänge unserer Ernährungsweise und Klimawandel, Wissen über Landbau und den Erkenntnissen aus den zahlreichen „Realexperimenten“ mit neuen und alten Ansätzen.

SoLaWi – solidarische Landwirtschaft

In der SoLaWi Marburg, der Solidarischen Landwirtschaft, teilen sich unter dem Motto „ökologisch-regional-saisonal-gemeinschaftlich-transparent“ viele Menschen die Ernte, aber auch das Anbaurisiko eines Öko-Gemüsebetriebs. Das Projekt „Verwenden statt Verschwenden“ kümmert sich seit fast zwei Jahren darum, dass auch das Gemüse, das nicht „wirtschaftlich“ geerntet werden kann (z.B. zu kleine oder etwas angenagte Möhren) verarbeitet und verteilt wird, organisiert die Nachernte und das gemeinsame Einmachen.

GartenWerkStadt
Marburg – ökologischer Gartenbau

In der GartenWerkStadt Marburg werden seit vielen Jahren Grundlagen und vertieftes Wissen über ökologischen Gartenbau und damit verbundene Themen praktisch vermittelt und zukunftsweisend diskutiert. In den Gemeinschaftsgartenkursen, beim gemeinsamen Kochen und Haltbar machen, in Angeboten für Kindergärten und Schulen, Workshops, Filmvorführungen, Vorträgen, Festen und jährlichen Ausstellungen zu verschiedenen Themen werden Erfahrungen gemacht und geteilt.

Freie Räder e.V – die
Lastenrad-Initiative

Die Lastenrad-Initiative des Vereins Freie Räder verleiht seit 2018 unentgeltlich Lastenräder und Lastenanhänger mit Elektromotor im Marburger Stadtgebiet. Ziel ist es hierbei, den Autoverkehr im beengten Innenstadtbereich zu verringern und eine niedrigschwellige Alternative für größere Transporte aller Art anzubieten: Ob Getränkekisten, Möbel, Waschmaschine, Umzug oder Familienausflug ins Grüne – für jeden Zweck gibt’s ein passendes Gefährt. Sie können am Samstag angeschaut und ausprobiert werden.

Hin&Weg – die
Mitfahrer

Das Mobilitätsprojekt Hin&Weg hat im Landkreis Marburg-Biedenkopf das Konzept der Mitfahrbank bekannt gemacht. Mitfahrbänke gibt es nun zum Beispiel in Schönstadt, Cölbe und Schönbach. Diese stehen am Ortsausgang und Personen, die mitgenommen werden möchte, können dort ein Schild mit dem Zielort aufklappen und warten, bis ein Autofahrer oder eine Autofahrerin anhält.

Ebenfalls auf dem Marktplatz steht am Samstag noch das Rote Sofa als Gesprächsangebot für das „Zukunftskonzept Oberstadt“ – dazu morgen mehr. Der Marktag findet ansonsten wie gewohnt statt.

Anwesende Markthändler*innen sind:

• Allmende Holzhausen mit regionalem Gemüse und Bildungsprogramm
• Hadara mit Falafel
• Hofgut Dagobertshausen mit Hofladen-Produkten Marburger Prägung
• La Cuisine Pauline mit frischen Waffeln und Blumen
• Landfräulein Hassenhausen mit Blumen und Hoflädchenprodukten französischer Prägung
• Sürgün Feinkost mit mediterranen Spezialitäten und Gemüse
• Weinlädele mit Wein & Co.
• Weltladen mit Kaffee, Tee und Schoko, fairgehandelt
• Woschtkammer mit Schwälmer Wurst und selbstgemachter Bratwurst

In das Marktgeschehen integriert sind auch die ansässigen Restaurants
Market und Ratsschänke. Neben der normalen Karte bieten sie spezielle
regionale Marktgerichte an.

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